
Lösung des Problems „Heiße Oberfläche, kalte Unterseite“ in Mehrschichtöfen
Wer schon einmal mit Mehrschichtöfen gearbeitet hat, kennt dieses Problem. Die obere Schiene ist extrem heiß, während die untere Schiene kaum warm ist. Man muss also improvisieren, um das Produkt richtig zu erwärmen. Das liegt daran, dass Wärme von Natur aus nach oben steigt – herkömmliche Öfen sind einfach nicht dafür ausgelegt, dagegen anzukämpfen.
Wir haben eine bessere Lösung gefunden. Anstelle eines einzigen großen Heizelements verwenden wir unabhängige Infrarotkeramikröhren. Jede Schicht erhält somit ihre eigene Heizquelle.
Jede Schiene bekommt ihre eigene Steuerung
In den meisten Öfen wird ein einziger Thermostat für den gesamten Ofen verwendet. Das funktioniert gut für Kuchen – doch bei fünf verschiedenen Schienen, die alle genau gleich warm gehalten werden müssen, wird es schwierig. Durch die Verwendung von Infrarotlampen auf jeder Schiene sowie der damit verbundenen PID-Steuerungen entfällt das Raten. Die Keramikhülle leitet die Wärme direkt auf das Produkt über, statt sie in die anderen Schichten fließen zu lassen. So entsteht ein gleichmäßiges Temperaturprofil von der obersten bis zur untersten Schiene.
Wärme, die tatsächlich wirkt
Das Tolle an diesen Geräten ist, dass sie kurzwelliges Infrarot nutzen. Herkömmliche Heizelemente verschwenden Zeit damit, die Luft um sie herum zu erwärmen. Diese Geräte hingegen wirken sofort auf die Oberfläche des Produkts. Wenn man die Tür öffnet und die Wärme entweichen lässt, kehrt die Wärme fast sofort zurück. Zudem muss man sich keine Sorgen machen, dass die Keramikröhren beim Erreichen der maximalen Temperatur zerbrechen – sie sind sehr widerstandsfähig.
Was man beachten sollte
Es handelt sich dabei zwar nicht um Magie – aber um Physik. Da Infrarotstrahlung sehr intensiv ist, kann es leicht passieren, dass man zu viel Energie verwendet. Wenn man zu viel Leistung in einen kleinen Raum leitet, wird die Außenseite des Produkts bereits vor dem Erwärmen des Inneren beschädigt. Man muss also den richtigen Ausgleich zwischen Leistung und Masse des zu heizenden Objekts finden.
Noch eine wichtige Regel: Achten Sie bei der Installation darauf, dass alles fest installiert ist. Wenn eine Röhre auch nur etwas nach unten hängt, entsteht eine kühle Stelle. Verwenden Sie starre Halterungen. Und vergessen Sie nicht, dass die Verkabelung der Hitze der Keramikhülle standhalten muss – sonst kommt es schnell zu Schäden.